Den Kurs lernen

Dein Leben ist das Klassenzimmer. Deine Mitmenschen sind deine Klassenkameraden.

So wie alle unsere Textsammlungen, sind auch alle Texte der Sammlungen „Den Kurs lernen 1-4″ aus den Erfahrungen mit unserem eigenen Kurslernen entstanden.
Kein Kursschüler kann alleine lernen. Alle Menschen, mit denen er zu tun hat, sind seine Lehrer. Ohne sie wäre jedes Lernen unmöglich.

Worin das Lernen des Kurses besteht und unsere
Kurstätigkeit

Wenn du in dieser Welt lebst und tust und dich mit deinen Mitmenschen über alles mögliche – auch über den Kurs – austauscht, dann hat dies in den meisten Fällen wenig mit dem Lernen zu tun, zu dem der Kurs dich motiviert und anleitet. Denn der ganze Kurs ist darauf angelegt, dich aus dieser Welt ( = aus deinem gewöhnlichen Denken) herauszuholen, nicht dich darin zu unterstützen, dich dort weiter in der gewohnten Art aufzuhalten und zu betätigen.

Die Übungen des Übungsbuches leiten dich an, dich aus deinem gewohnten Leben immer häufiger herauszunehmen. Dich immer öfter an die Leitgedanken zu erinnern, die dort angeregt werden. Dich auf die Gedanken des HEILIGEN GEISTES auszurichten, statt wie gewohnt den Gedanken des Ego Raum zu geben. Darin besteht das Lernen des Kurses. Der Geist wird diszipliniert und du wirst dabei geschult, deine „Vergesslichkeit“ in Bezug auf deine WIRKLICHKEIT immer mehr abzulegen.
Stattdessen wirst du darin geschult, alle deine anderen Gedanken, Überzeugungen und Meinungen eher beiseite zu legen als dich lang und breit damit aufzuhalten – bis du sie einfach „vergisst“. Man könnte dies die „himmlische Vergesslichkeit“ nennen, die allein dich befähigt, die wirkliche Welt, auf die dieser Kurs dich vorbereitet, tatsächlich zu erfahren.

Unsere Tätigkeit seit bald 30 Jahren ist es, weitere Gelegenheiten für das notwendige „Herausnehmen aus dieser Welt“ zu bieten. Dazu sind alle Texte auf dieser Seite und die „Kommentare zu den Lektionen des Übungsbuches“ da, ebenso wie alle unsere persönlichen Gespräche mit Kursschülern und unsere Veranstaltungen.

Bei unserer Arbeit geht es also niemals um Austausch im herkömmlichen Sinn, denn Gelegenheit dazu gibt es in der Welt sowieso schon mehr als genug. Unsere Vorträge oder Kurstreffen sind keine „gesellschaftlichen Ereignisse“, bei denen man in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen ein bisschen über den Kurs spricht. Sie sind eine Gelegenheit und Möglichkeit, etwas ganz anderes zu hören als wir sonst in der Welt zu hören bekommen. Sie sind eine Gelegenheit und Möglichkeit, in dem EINEN GEIST zusammenzukommen, von dem Jesus gesagt hat:
„Wenn zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen, dann bin ich mitten unter ihnen.“

Es ist genau dieser GEIST, der diese Texte, diese Gespräche, diese Treffen zu dem macht, zu dem sie gedacht sind: Den Kursschüler darin zu unterstützen, sich aus seinem üblichen Denken „herauszunehmen“ und seine Bereitschaft zu trainieren, auf den HEILIGEN GEIST in sich zu hören. Denn nur in dieser Bereitschaft wird das Gefühl, um das es in diesem Kurs geht, erlebt. Und jede Gelegenheit, bei der es gefühlt werden kann, ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zurück in die „totale Erinnerung“ an unsere WIRKLICHKEIT.

Deswegen empfindest du es als heilsam, wenn du z.B. im Kursbuch liest oder in Texten, die in diesem GEIST entstanden sind. Deshalb ist es so angenehm, wenn du mit jemand sprichst, der dich nicht in dem bestätigt, was du zu sein glaubst, sondern der dich immer daran erinnert, was du wirklich bist. Darum ist es so wundervoll, eine Zeitlang in einer Atmosphäre zu weilen, die von diesem GEIST erfüllt ist.

Es geht darum, den Unterschied fühlen zu lernen.