6. Wiederholung – Lektionen 201-220

Kommentar

Wir nähern uns nun dem Ende des ersten Teiles des Übungsbuches. In der letzten Wiederholung wird jeden Tag nur ein Gedanke wiederholt, deshalb ist sie auch länger als alle bisherigen Wiederholungen.
An dieser Stelle ist es vielleicht nützlich, dir klar zu machen, wie sehr du Wiederholungen brauchst. Dein Geist ist immer noch leicht abzulenken und schweift immer noch gerne in das gewohnte falschgesinnte Denken ab. Deshalb wirst du angewiesen, an jedem Tag – sooft es geht – die Gedanken zu wiederholen, die du bereits geübt hast, einfach um deinen Geist vom alten Denken zu befreien und ihn daran zu erinnern, dass er völlig frei ist von allem, was er nicht will.
Die intensive Lernphase, durch die du jetzt geführt wirst, wird unterstützt und umhüllt von einem zentralen Thema:

„Ich bin kein Körper. Ich bin frei. Denn ich bin nach wie vor, wie GOTT mich schuf.“

Dieser Gedanke ist deine Befreiungserklärung von allem, was in dieser Welt zu geschehen scheint. Er erinnert dich daran, dass nichts, was du in dieser Welt zu sein glaubst, irgendetwas mit dir zu tun hat. Du bist völlig frei von deinem Körper – und von dieser Welt. Denn du bist nach wie vor, wie GOTT dich schuf – und nicht all das, wofür du dich hier halten magst.

Wie wichtig es ist, wahre Gedanken immer und immer wieder zu wiederholen, wird an einer Stelle im 2. Teil des Übungsbuches, in Lektion 284, besonders deutlich angesprochen:
„…Das ist die Wahrheit, die zuerst nur gesagt, dann viele Male wiederholt wird, um als nächstes mit vielen Vorbehalten nur zum Teil als wahr akzeptiert zu werden. Dann aber wird sie immer ernstlicher erwogen und schließlich als die Wahrheit angenommen werden.“

In diesem Sinne lass dich mit Freude erfüllen, wenn du die wundervollen Gedanken, die du in den letzten 20 Tagen geübt hast, noch einmal wiederholst. Übe dich besonders darin, sehr still zu sein, damit die Gaben, die der HEILIGE GEIST in diesen Wiederholungen anbietet, nicht unbemerkt an dir vorübergehen.

Vergiss nicht, jede Lektion mit dem zentralen Thema dieser Wiederholung zu beginnen und zu beenden:

Ich bin kein Körper. Ich bin frei. Denn ich bin nach wie vor, wie GOTT mich schuf.

Lektion 201(181) Du vertraust deinen Brüdern, die eins mit dir sind.
Lektion 202(182) Du willst einen Augenblick still sein und nach Hause gehen.
Lektion 203(183) Du rufst GOTTES NAMEN und deinen eigenen an.
Lektion 204(184) Der NAME GOTTES ist dein Erbe.
Lektion 205(185) Du willst den Frieden GOTTES.
Lektion 206(186) Die Erlösung der Welt hängt von dir ab.
Lektion 207(187) Du segnest die Welt, weil du dich selber segnest.
Lektion 208(188) Der Frieden GOTTES leuchtet jetzt in dir.
Lektion 209(189) Du fühlst GOTTES LIEBE jetzt in dir.
Lektion 210(190) Du wählst GOTTES Freude anstatt Schmerzen.
Lektion 211(191) Du bist der heilige SOHN GOTTES selbst.
Lektion 212(192) Du hast eine Funktion, von der GOTT möchte, dass du sie erfüllst.
Lektion 213(193) Alle Dinge sind Lektionen, von denen GOTT möchte, dass du sie lernst.
Lektion 214(194) Du legst die Zukunft in GOTTES HAND.
Lektion 215(195) Liebe ist der Weg, den du in Dankbarkeit beschreitest.
Lektion 216(196) Nur dich selber kannst du kreuzigen.
Lektion 217(197) Nur deine Dankbarkeit kannst du verdienen.
Lektion 218(198) Nur deine Verurteilung verletzt dich.
Lektion 219(199) Du bist kein Körper. Du bist frei.
Lektion 220(200) Es gibt keinen Frieden außer dem Frieden GOTTES.

Anhang:
Als Geist

Den Kurs zu lernen bedeutet, dass du beginnst, das, was der Kurs besagt, als Tatsache zu akzeptieren. Besonders in der sechsten Wiederholung wirst du angeleitet, dich an das zu erinnern, was du wirklich bist – Geist.
Als Geist bist du frei von allen Begrenzungen, die der Körper dir aufzuerlegen scheint. Als Geist brauchst du nichts mehr zu lernen, denn dein SEIN ist alles, was du zu deinem Glück, zu deiner Erfüllung brauchst. Als Geist hast du bereits alles. Du erfüllst bereits alle Anforderungen, die für dein Glück notwendig sind. Du hast die Welt bereits erlöst. Du bist bereits erlöst – als Geist.

Warum kommt es dir dann immer noch so vor, als müsste dies alles erst geschehen? Weil du dich immer noch als Körper betrachtest. Alles, was der Körper zu tun scheint, verwechselst du mit dir – der du Geist bist. Alles, was der Körper zu denken, zu fühlen scheint, meinst du nach wie vor, dass du es denkst, dass du so fühlst.

Das ist nicht so! Als Geist erfüllst du die Funktion, von der GOTT möchte, dass du sie erfüllst, bereits. Nichts anderes konntest du jemals tun. Nichts anderes hast du jemals getan!

Vielleicht wendest du immer noch ein: Warum dann „all das hier“? Warum dann „die Welt“? Warum dann „all die Probleme und Schmerzen“?… und wahrscheinlich werden dir noch viele „Warums“ und viele „Fragezeichen“ einfallen. Doch halte nur einen Moment inne, sei einen Augenblick still:
Diese Fragen und Zweifel kommen nicht von dir als Geist. Sie kommen von deiner Vorstellung, du wärest ein Körper. Doch das bist du nicht.

Das ist es, woran du in dieser letzten Wiederholung des ersten Teils des Übungsbuches erinnert wirst. Das wirst du gebeten zu akzeptieren – dass du tatsächlich frei von allen Dingen, die den Körper betreffen, bist:

Denn du bist kein Körper. Du bist frei.

Als Körper

Wenn du dich oder deine Brüder als Körper oder als in einem Körper befindlich siehst, dann ist der Fehler bereits passiert. Der Angriff ist bereits erfolgt. Die Verurteilung ist bereits geschehen. Die Kreuzigung hat bereits stattgefunden.
Auf dieser Ebene gibt es keinen Weg zurück – außer du bist bereit, deine Sichtweise in Frage zu stellen.

Vergebung bedeutet, dass du anerkennst, dass du falsch liegst, wenn du dich oder deine Brüder als Körper siehst. Deine Sichtweise aufrechtzuerhalten und vergeben zu wollen, ist ein Widerspruch in sich selbst:
Einem Körper das vergeben zu wollen, was er getan hat oder nicht getan hat, ist, was in „Das Lied des Gebets“ in den Ergänzungen zu Ein Kurs in Wundern als „Vergebung-zum-Zerstören“ bezeichnet wird. Jede Bemühung in diese Richtung korrigiert den Fehler nicht, sondern bestärkt den wahnsinnigen Geist nur darin, dass er recht hat – dass seine Sichtweise richtig und berechtigt ist.

Also bemühe dich nicht weiter darum, Handlungen zu vergeben, die Körper begehen, sondern befreie dich und deine Brüder, indem du wahrlich vergibst: Indem du anerkennst, dass weder du noch deine Brüder Körper sein können – sondern lebendiger Geist sind, der heilige SOHN GOTTES SELBST.

Die Reise zurück

Du sitzt im Kino und betrachtest gebannt das Geschehen auf der Leinwand. Du vergisst völlig, wo du dich eigentlich befindest. Du erlebst, fühlst, denkst und siehst, was die Figuren auf der Leinwand erleben. Ihr Schicksal liegt dir am Herzen. Manche hasst du auch, weil sie die Figur, mit der du dich besonders identifizierst, ärgern, bedrängen oder verletzen.

Wohin bist du gereist? Was ist mit dir? Wo bist du? Was hat das alles für einen Sinn, was du da betrachtest?

Der HEILIGE GEIST bittet dich nur darum, einen Schritt zurückzutreten, still zu werden und alle Bilder, welche die Leinwand dir bietet, für einen Augenblick zu vergessen. ER bittet dich darum, nur einen Augenblick die Freiheit zu genießen, die auf ewig dein ist.*)

Du wirst SEINE Bitte erfüllen. Du wirst einen Schritt zurücktreten und alle Bilder, welche dich so lange in ihrem Bann gehalten haben, vergessen. Und du wirst beginnen, die Freiheit zu genießen, die dem innewohnt, was du wirklich bist.

*) Der folgende Text beschreibt den Vorgang des Zurücktretens näher: Der Zuschauer im Kino