2. Was ist Erlösung? – Lektionen 231 – 240

Kommentar

Vergebung und Erlösung sind Synonyme. Beide bedeuten dasselbe, es sind nur verschiedene Aspekte des Gleichen. Beide sind nicht die Wahrheit, denn in Wahrheit ist weder Vergebung noch Erlösung nötig. Beide sind Träume – doch Träume, die dich nicht noch tiefer in weitere Träume verstricken, sondern dich zum Erwachen führen.

In dieser Welt sind Vergebung und Erlösung die einzige Hoffnung, die es gibt. Denn dies ist eine Welt der Träume. Alles in dieser Welt ist ein Traum. Nichts hier ist wahr. Alles hier ist Illusion.
In dieser Welt der Träume ist der Traum von Vergebung und Erlösung der einzige Weg, der dich zum Erwachen bringt. Wenn du diese Welt vergibst, dann erblickst du eine neue Welt – eine Welt, der vergeben ist: Wo vorher Dunkelheit herrschte und Schuld, Leid, Mangel und Tod ihre erbarmungslose Herrschaft führten, da siehst du nun eine Welt des Lichts – in der Schuld, Leid, Mangel und Tod völlig unbekannt sind. Das Licht der Vergebung hat die Dunkelheit vertrieben – und die Welt ist erlöst.

Während Vergebung deine Mitwirkung erfordert – denn du musst erst bereit werden, all deine eigenen Gedanken und Überzeugungen in Frage stellen zu lassen, deine ganze Wahrnehmung auf den Kopf stellen zu lassen – ist Erlösung von deiner Warte aus gesehen nur eine Folge der Vergebung: Wenn du vergibst, bist du erlöst.

Erlösung kommt nicht von dir, so wie du dich jetzt siehst. Von deiner jetzigen Warte aus gesehen, ist „Erlösung ein von GOTT gegebenes Versprechen, dass du deinen Weg schließlich zu IHM finden wirst.“
Das Bild, das du jetzt von dir hast, ist falsch. Doch bist du immer noch GOTTES SOHN. Und das Versprechen, das dir dein VATER gab, wird eingehalten. Dessen kannst du dir sicher sein. Es ist die einzige Sicherheit, die du im Moment haben kannst.

Freue dich daher, dass du nicht versagen kannst. Lass dich von der Welt der Schuld nicht beirren. Vergib freudig alles, was du hier erlebst – und verbringe täglich eine Zeitlang an dem Ort, an dem wir gemeinsam den Traum der Erlösung träumen. Genieße es, dass du bereits erlöst bist. Genieße es, dass all deine Brüder bereits erlöst sind. Genieße es, dass du der Welt die Erlösung gebracht hast.

Hier noch einige Texte, die sich mit Erlösung beschäftigen:
Das Ende der Einsamkeit
Wenn du ein Körper wärest…
Dein Lehrer und du
Das Nichts
Die Trennung zwischen dir und dem Ego
Die Erlösung annehmen
Was GOTT will
Die Reise von der Vergangenheit in die Gegenwart
Des Menschen Werk und GOTTES Plan
Dein Königreich

Und folgendes Spiel kann dich die Befreiung erfahren lassen, welche die Erlösung bringt:
Das Erlösungsspiel

 

Lektion 231 – VATER, ich will mich nur an DICH erinnern.
Es gibt niemanden in dieser Welt, der nicht die LIEBE GOTTES sucht. Denn SIE ist das einzige, was wir jemals finden können.

Lektion 232 – Sei in meinem Geist, mein VATER, den ganzen Tag hindurch.
Heute üben wir das Ende der Angst. Denn wer könnte noch Angst haben, wenn er sich daran erinnert, dass er GOTTES SOHN ist, auf ewig eins mit seinem VATER?

Lektion 233 – Du gibst heute GOTT dein Leben, damit ER es lenke.
Heute erkennen wir an, dass wir nicht wissen, was hier zu tun ist. Aber wir vertrauen darauf, dass ER es weiß.

Lektion 234 – VATER, heute bin ich wieder dein SOHN.
Heute wollen wir akzeptieren, dass wir erlöst sind. Heute wollen wir akzeptieren, dass nichts jemals den Frieden GOTTES des VATERS und des SOHNES stören könnte.

Lektion 235 – GOTT in SEINER Barmherzigkeit will, dass du erlöst seist.
Heute wollen wir anerkennen, dass nur GOTTES WILLE geschehen kann. Nichts anderes konnte jemals geschehen. Deshalb müssen wir erlöst sein.

Lektion 236 – Du herrschst über deinen Geist, über den allein du herrschen musst.
Heute üben wir, unseren Geist in den Dienst des HEILIGEN GEISTES stellen. Dies liegt in unserer Macht. Und unser Geist gehorcht.

Lektion 237 – Jetzt möchtest du sein, wie GOTT dich schuf.
CHRISTUS ist unser wahres SELBST. Nur SEINE Augen können sehen, und nur SEINE Ohren vernehmen die STIMME SEINES VATERS, DIE ihn behutsam weckt.

Lektion 238 – Auf deiner Entscheidung ruht alle Erlösung.
Wir sind gekommen, den SOHN GOTTES zu erlösen. Wir sind gekommen, die Welt zu erlösen. GOTT hat sich nicht in uns getäuscht.

Lektion 239 – Die Herrlichkeit deines VATERS ist deine eigene.
Die Herrlichkeit unseres VATERS leuchtet auf ewig in allen SÖHNEN GOTTES. Üben wir heute, nur darauf zu schauen.

Lektion 240 – Angst ist in keiner Form gerechtfertigt.
Wir wollen uns heute nicht länger von den Formen täuschen lassen, welche die körperlichen Augen wahrnehmen. Heute wollen wir unsere ganze Wahrnehmung vergeben.


Anhang
Wie du Frieden findest…

Nur ein Geist, der nicht in Frieden ist, braucht Erlösung. Deshalb ist es für dich notwendig, Frieden zu finden, wenn du erlöst sein möchtest.

Jeder, der glaubt, in einer Welt zu leben, in der er getrennt von allen anderen ist – in einem Körper, der ihm zwar einen gewissen Schutz gibt, doch ihn auch wie eine Mauer, die er nicht überwinden kann, von allem anderen trennt – hat immer nur eine Blickrichtung: nach außen. Dort draußen sieht er Dinge, die er haben möchte, aber auch Dinge, von denen er froh ist, dass sie nur „dort draußen“ sind – und nicht bei ihm.
In diesem Zustand ist kein Frieden möglich, denn „außen“ und „innen“ sind ständig in Konflikt. Wenn er glaubt, in Frieden zu sein, ist dieser Friede begrenzt – durch seinen Körper.

Wer sich als Körper sieht, für den bedeutet „in Frieden zu sein“ nur, dass innerhalb der körperlichen Grenzen Ruhe und Zufriedenheit vorherrschen. Alles, was von außen kommt, birgt die Gefahr in sich, dass es seinen „inneren“ Frieden stören könnte. Doch da er praktisch ständig auch mit „außen“ zu tun hat, wird sein Frieden auf sehr wackeligen Beinen stehen und über relativ kurze Momente nicht hinausgehen.
Wenn seine Sehnsucht wächst, ständig in diesem Frieden zu sein, wird er möglicherweise viele Rezepte ausprobieren, die in der Welt für all jene angeboten werden, die nach Frieden suchen. Doch keines davon wird ihn lange zufrieden stellen. All seine Bemühungen versagen, weil er das Gesetz nicht kennt, das ihm den Frieden für alle Zeit und Ewigkeit bescheren würde:

Was du gibst, das empfängst du.

Ein Kursschüler lernt, dass alles, was er haben will, er zuerst einmal geben muss. Solange dies nur theoretisch gelernt wird, scheint da ein Widerspruch zu sein – denn wie sollte es möglich sein, etwas zu geben, was man scheinbar gar nicht hat?

In der Praxis jedoch erfährt er, dass das, was der Kurs ihm anbietet, kein leeres Versprechen ist. Solange er nur versucht, den Frieden „für sich“ zu haben, wird er nur zeitweise Erfolg haben. Doch wenn er damit beginnt, seinen Brüdern den Frieden zu geben – ihnen zu vergeben – wird ihm allmählich bewusst, dass das, was er ihnen anbietet, etwas ist, dass er bereits haben muss:
Er schaut sich um und sieht, dass der Frieden überall ist – im Bruder und in allen Dingen. Und die Vernunft wird ihm sagen, dass – wenn der Frieden überall ist – er auch in ihm sein muss.

Auf diese Weise lernt schließlich jeder, der Vergebung übt, dass es letztlich nur Frieden gibt. Und die Welt der Formen verwandelt sich in eine neue Welt. In eine Welt, in der die Formen völlig in den Hintergrund treten und in der nur Frieden wahrgenommen werden kann.
Damit ist das Ziel des Kurses erreicht. Denn in dieser neuen Welt ist das Lernen vorbei. Alles ist vorbereitet, damit der HIMMEL dort wieder dämmern kann, wo ER immer schon war.

Doch in der Welt der Formen gibt es für einen Kursschüler noch viel zu tun. Er muss ein Lehrer werden – einer, der den Frieden lehrt, damit er ihn lernt. Und dies bedeutet, dass er lernt zu vergeben – den Frieden zu geben, damit er bemerken kann, dass er ihn hat. Nur auf diese Weise erfährt er, dass tatsächlich wahr ist, was der Kurs sagt:

„Geben und Empfangen sind in Wahrheit eins.“

Was nichts anderes bedeutet als: Lehre, was du lernen willst.